ABFALLVEREDELUNGSANLAGE HARTBERG
Ein durchdachtes Logistik- und Anlagenkonzept wandelt biogenen Abfall in bares Geld um. Biotonnenmaterial, Speisereste, Klärschlamm, Fettabscheiderrückstände, Gras- und Baumschnitt, Küchenabfälle, Molkereischlamm, Gerbereirückstände aus der Lederindustrie werden in wertvolle und gut bezahlte Energie umgewandelt.
Strom aus Hartberg
Die Stadtgemeinde Hartberg demonstriert eindrucksvoll, wie die im biogenen Abfall gebundene Energie technologisch und wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann: Eingebettet in den Ökopark Hartberg, die kommunale Kläranlage des Reinhalteverbandes Raum Hartberg sowie das lokale Nah- und Fernwärmenetz arbeiten hier zwei Biogasanlagen, die mit jährlich 17.000 Tonnen zu entsorgenden biogenen Abfällen beschickt werden. Über drei Blockheizkraftwerke werden übers Jahr 1,7 Millionen Kilowattstunden Strom und 2,3 Millionen Kilowattstunden Wärme produziert.
Wichtiges Element des Hartberger Konzeptes ist auf Grund der unterschiedlichen Ausgangsstoffe die Aufbereitungsanlage. Täglich werden hier zweieinhalb Tonnen Speisereste und sieben Tonnen Biomüll aus der Region Hartberg angeliefert. Zusätzlicher Energielieferant ist der Klärschlamm aus der kommunalen Abwasserreinigung, täglich rund 27 Tonnen. Das ausgegorene Material wird von der Landwirtschaft auf Grund seines hohen Stickstoff- und Sauerstoffgehalts als wertvoller Dünger wieder auf den Feldern aufgebracht.
Hartberg
Hartberg
Biogasanlage Hartberg
Inputmaterial:
Speisereste, Biotonnenmaterial,
Fettabscheiderückstände, Molkereischlamm, Grasschnitt
Inputmenge:
43 Tonnen pro Tag
Jährliche Betriebsstunden:
7.600 h
Elektrische Leistung:
404 kW
Wärmeleistung:
587 kW


